Nahwärme? Nahwärme!

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Gemeinden wie Möggingen oder Liggeringen machen es uns vor: Nahwärmekonzepte sind auch auf dem Land wirtschaftlich zu betreiben und haben wesentliche Vorteile für die angeschlossenen Haushalte und die Umwelt!

In der aktuellen Situation, mit rapide steigenden Preisen für fossile Energie und einer nicht zu verantwortenden Abhängigkeit vom Wohlwollen eines Staates, der sich an Kriegsverbrechen schuldig macht, empfiehlt sich ein Wärmenetz, betrieben mit erneuerbarer Energie, sowohl wirtschaftlich als auch moralisch!

Deshalb treiben der AK Klimaschutz und der Ortschaftsrat Dingelsdorf das Thema engagiert voran und hoffen auf die Stadtwerke Konstanz als Partner, sind aber auch mit weiteren Partnern im Gespräch.

Besuch des Dingelsdorfer Ortschaftsrats in der Nahwärmezentrale in Liggeringen

Am 8.9.2021 besuchten die Ortschaftsräte und Vertreter der AG Energie des AK Klimaschutz den Betrieb der Nahwärmezentrale. Sie dient der Wärmeversorgung der Liggeringer Haushalte aus regenerativen Energien. Die Führung fand unter der fachkundigen Führung von Herrn Reinhardt, Stadtwerke Radolfzell, und Ortsvorsteher Leiz statt.

Motivation für den Bau der Anlage war eine klimafreundliche Wärmeversorgung von Neubauten und Bestandsbauten mit veralteten Heizöl-, Flüssiggas- oder Stromheizungen. Bei Sonneneinstrahlung wird die Wärmeenergie mit einer Solarthermie-Anlage gewonnen, ergänzend im Winter und bei wenig Sonne mit einem Holzhackschnitzel-Kessel. Das Interesse der Liggeringer Bevölkerung war von Anfang an groß und inzwischen sind über 180 Haushalte angeschlossen, die sehr zufrieden mit der 2 Jahre alten Anlage sind.

Da in Dingelsdorf in nächster Zeit große Bauvorhaben realisiert werden wie Steinrennen, Mehrgenerationenhaus und Feuerwehrhaus ist eine solche Anlage auch für uns sehr interessant! Darüber hinaus sind auch private Haushalte an der Modernisierung ihrer Heizanlagen interessiert. Der Ortschaftsrat wird sich intensiv mit der Nahwärmeversorgung beschäftigen und die Bürgerinnen und Bürger von Dingelsdorf und Oberdorf in die Entscheidungsprozesse mit einbeziehen.